Ginkgo-Blatt, das Zeichen der ProCurand Unternehmensgruppe
Hallore Hartmut Machts erläutert das Brauchtum der Salzwirkerbrüderschaft in der ProCurand Seniorenresidenz Halle
Foto: ProCurand

Halle, Halloren und Halunken

Eine Veranstaltung mit regionalem Fokus erwartete im Oktober die Bewohner und Mieter der Seniorenresidenz Am Hufeisensee in Halle/Saale. Das Team um Sylvia Hentzschel vom sozialen Dienst hatte einen hallischen Nachmittag organisiert, bei dem auch Ur-Hallenser einiges lernen konnten. Ehrengast war Hartmut Machts (Foto), der den klangvollen Titel Hallore der Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle trägt. Im historischen Gewand und von Dias begleitet erläuterte er gewitzt und kenntnisreich die Geschichte des "weißen Goldes" in Halle.

Als Halloren bezeichnen sich bis heute die Salz-Arbeiter, die sich im 15. Jahrhundert zu der Bruderschaft der Salzwirker in Halle zusammenschlossen. Die Angehörigen der Bruderschaft kultivieren auch heute noch ihr Brauchtum, darunter auch die Festkleidung, die Hartmut Machts viel Bewunderung seitens des Publikums einbrachte. Auch andere typisch hallische Begriffe wie Schnarzjer, Bemme, Kleeche oder Maduttchen kamen zur Sprache und wurden erklärt. Die Erzählungen, Fotografien und Bücher über das alte Halle weckten bei vielen Senioren Erinnerungen an Kindheit und Jugend.

Sylvia Hentzschel hatte dazu passend ein Halle-Quiz vorbereitet, bei dem es - natürlich - eine Packung Hallorenkugeln zu gewinnen gab. Die bekannte Spezialität der ältesten deutschen Schokoladenfabrik mit Sitz in Halle ist der Legend nach den Knöpfen der Hallorentracht nachempfunden. Salzig ist an den süßen Kugeln jedoch nichts. Neben den Hallorenkugeln tat man sich an diesem ausgelassenen Nachmittag an Himbeerbowle, Brezeln und Bier gütlich.