Ginkgo-Blatt, das Zeichen der ProCurand Unternehmensgruppe
Ginkgo-Blatt, das Zeichen der ProCurand Unternehmensgruppe
  • Nachbarschaftstreff von ProCurand und Howoge
    Foto: Lydia Hesse
  • Nachbarschaftstreff von ProCurand und Howoge Conciere Iris Scheppner
    Foto: Lydia Hesse
  • Nachbarschaftstreff von ProCurand und Howoge barrierefrei
    Foto: Lydia Hesse
  • Howoge Magazin berichtet über Nachbarschaftstreff in Berlin-Lichtenberg

    In der Sonderausgabe 2016 zum Thema Neubau des Mietermagazins „Mieteinander“ der Howoge Wohnungsbaugesellschaft erschien ein Bericht über das seniorenfreundliche Quartier der Howoge in Berlin-Lichtenberg. Die ProCurand Ambulante Pflege GmbH (ehemals gemeinnützige Biloba GmbH), ein Unternehmen der ProCurand Unternehmensgruppe, führt dort ein Pilotprojekt zur sozialen Quartiersentwicklung durch. Als Teil des Projekts stellt der Artikel die Arbeit von Iris Scheppner vor, die als Concierge im Quartier arbeitet und einen Nachbarschaftstreff organisiert.

    Mit freundlicher Genehmigung erscheint der Artikel an dieser Stelle noch einmal.

    So geht gute Nachbarschaft

    Gutes Zusammenleben ist kein Zufall. In Friedrichsfelde schafft guter Service ein Umfeld, in dem sich vor allem ältere Mieter zu Hause fühlen. Die Schlüsselfigur dabei ist Concierge Iris Scheppner.

    Manche Mietshäuser überzeugen mit einer Tiefgarage, das HOWOGE-Haus in der Mellenseestraße besticht durch eine andere Parkmöglichkeit: eine Garage für Gehhilfen. Gerade fährt Frau Altmann ihren violetten Elektrorollstuhl in den grasgrün gestrichenen Vorbau und steigt mit einer Gehhilfe ab. Mit ihrem Wohnungsschlüssel aktiviert sie eine Steckdose. „So kann ich den Akku wieder aufladen“, erklärt sie. „Das ist supi eingerichtet.“ Im vergangenen Jahr ist die 72-Jährige aus Hessen zurück in ihre Heimat gezogen. Auf der Suche nach einer behindertengerechten Wohnung stieß sie auf das HOWOGE-Angebot in Friedrichsfelde. „Das war das Beste, was mir passieren konnte“, sagt Frau Altmann. „Wenn es mir mal schlechter geht, kommt Frau Scheppner hoch und fragt, wie’s mir geht. Ohne unsere Concierge läuft hier nüscht!“

    CONCIERGE. Die gelobte Concierge heißt Iris Scheppner und steht für den besonderen Service in diesem HOWOGE-Haus. Die 53-Jährige arbeitet für den häuslichen Pflegedienst „Biloba“ und sorgt sich um Wohl und Sicherheit der zumeist älteren Bewohner. „Ich spreche fast täglich mit allen Mietern“, erzählt Scheppner, „und wenn’s nur übers Wetter ist.“ Ihr Concierge-Büro hat ein großes Fenster, das sie aufschieben und so in eine Rezeption verwandeln kann. „Es gibt den Leuten Sicherheit, dass immer jemand ansprechbar ist“, sagt sie.

    SICHERHEIT UND SERVICE. Die Concierge hilft beim Umstieg vom Rollstuhl ins Auto und nimmt Pakete entgegen. Sie ermittelt bei Bedarf Adressen oder Busverbindungen. Dabei arbeitet sie eng mit dem Hausmeister und den Kiezhelfern der HOWOGE zusammen. Die Kiezhelfer sind ein Angebot, das jeder HOWOGE-Mieter mit gesundheitlichen Einschränkungen nutzen kann. Sie begleiten ältere Menschen zum Arzt oder helfen beim Umräumen.

    ALTERSFREUNDLICHES QUARTIER. Die drei Häuser in der Mellenseestraße sind ein Pilotprojekt der HOWOGE. Das frühere Studentenwohnheim wurde bei der Sanierung ganz auf Senioren zugeschnitten: Eingänge ohne Stufen gewähren freie Fahrt für Rollstühle und Rollatoren. Die meisten Wohnungen haben niedrige Schwellen und bodengleiche Duschen. Aber die Ausstattung der Gebäude wäre weniger wert, wenn es nicht Iris Scheppner gäbe. Sie hat noch eine weitere wichtige Aufgabe: Die Concierge ermöglicht Nachbarschaft.

    GEMEINSCHAFTSRÄUME. Zwei Gemeinschaftsräume mit eigener Küche erleichtern den Bewohnern das Zusammenkommen. Iris Scheppner sorgt dafür, dass dieser Nachbarschaftstreff fast täglich ausgelastet ist: Dienstags räumt sie Tische beiseite für die Seniorengymnastik. Donnerstags kocht sie Kaffee für die Kartenspieler. „Ich habe mal mit drei Kartenspielern angefangen, inzwischen sind beide Räume voll: Dass die Nachbarschaft funktioniert, das liegt vor allem an diesen beiden Räumen hier.“

    VERANSTALTUNGEN. Gerade sitzen sechs ältere Damen auf dunkel gebeizten Stühlen um den Tisch im Nachbarschaftstreff und stoßen an – mit Eierlikör aus fingerhutgroßen Schokoladenbechern. „Endlich bin ich volljährig“, ruft Veronika Blumenthal und lacht. Die 79-Jährige ist die Initiatorin der Bastelrunde, die sich montags hier zum Handarbeiten trifft. An den Wänden hängen einige ihrer Arbeiten: Auf einem Ast tummeln sich aus Papier gefaltete Vögelchen. Offiziell dauert das Angebot nur zwei Stunden, aber: „Das ist uns immer zu kurz“, erklärt Veronika Blumenthal, „dann bekomme ich von Frau Scheppner den Schlüssel, und wir können bleiben.“

    Ihre Mitbastlerin Renate Döhl lebt seit dem Tod ihres Mannes allein und ist froh, dass sie so leicht Anschluss findet. „Ich bin nur hierhergezogen, weil es diese Gemeinschaftsräume gibt“, sagt die 74-Jährige. „Eigentlich bin ich eine selbstbewusste Frau, aber mit dem Alter werde ich weinerlicher.“ Dann tut Gesellschaft gut. „Du kannst hierher gehen – oder du kannst es lassen“, sagt Renate Döhl, „gerade in der Bastelgruppe habe ich so herzliche Menschen kennengelernt.“

    Das Konzept des altersfreundlichen Wohnens geht auf. Der besondere Service sorgt so dafür, dass gute Nachbarschaft entsteht. Und die gedeiht besser, wenn es nicht nur die richtigen Räume, sondern auch einen Menschen gibt, der das Miteinander organisiert – so wie Iris Scheppner. Manchmal profitiert auch die Concierge vom guten Klima in der Mellenseestraße. „Die Mieter verwöhnen mich alle“, sagt sie und lächelt. „Als ich mal doll erkältet war, hat mir eine Mieterin eine heiße Hühnersuppe vorbeigebracht.“

    Rufen Sie hier den Bericht in der PDF-Version ab.