Ginkgo-Blatt, das Zeichen der ProCurand Unternehmensgruppe
Ginkgo-Blatt, das Zeichen der ProCurand Unternehmensgruppe
Karla Plieth leitet die soziale Betreuung in der Seniorenresidenz in Strausberg
Foto: ProCurand / Thilo Mössner

Persönlichkeiten bei ProCurand: Karla Plieth liebt es, ihren Senioren Besonderes zu bieten

Karla Plieth leitet die soziale Betreuung in der Seniorenresidenz Am Straussee in Strausberg. Die Mittfünfzigerin hat nach einigem Suchen ihre Bestimmung darin gefunden, älteren Menschen einen erfüllten Alltag zu bieten. Empathisch und mitunter selbstlos hat sie stets die Bedürfnisse der Bewohner im Blick. Seit sage und schreibe 19 Jahren ist sie in der Betreuung tätig und organisiert immer ausgefallenere Events: Der Besuch im Flugsimulator, die Fahrt im Solarboot auf dem Straussee und bunte jahreszeitliche Feste sind nur  wenige der zahllosen Ideen aus Karla Plieths kreativem Kopf. Im Interview verrät sie, warum sie so für ihren Beruf brennt.

Wie sind Sie zu ProCurand gekommen?

Ich habe einen Abschluss in BWL und jahrelang auch im kaufmännischen Bereich gearbeitet. Aber da fehlte mir etwas. Irgendwann bin ich dahinter gekommen, dass es der Umgang mit Menschen ist, der mir so wichtig ist – die nackten Zahlen waren mir zu unpersönlich. Ich hatte mein Kind bekommen und war einige Zeit später auf der Suche nach einer neuen Stelle, wenn möglich nah an meinem Wohnort Petershagen und irgendwas Soziales (lacht). Da sah ich die Stellenanzeige der Seniorenresidenz in Strausberg, damals noch unter dem Vorbetreiber KBN. Ich bewarb mich und anscheinend habe ich direkt überzeugt. Seit März 1998 bin ich nun hier. Ein paar Wochen danach habe ich direkt die große Osterfeier organisiert. Das war so etwas wie mein Gesellenstückchen. Viel hat sich seitdem verändert, aber im Kern ist meine Aufgabe immer gleich: für die Bewohner und Mieter da sein und ihnen einen vielfältigen und interessanten Alltag bereiten.

Schildern Sie bitte einen typischen Arbeitstag.

Alles dreht sich um die Bewohner. In meiner Morgenrunde auf einem Wohnbereich hole ich neueste Informationen, Wünsche und so weiter ab. Am Vor- und am Nachmittag habe ich meist eine Gruppenstunde mit Bewohnern aus der stationären Pflege und Mietern im Service-Wohnen. Zum Beispiel Gedächtnistraining oder einen Spielekreis. Neben den Gruppen begleite ich die Bewohner auch einzeln: manche brauchen mehr Aktivierung als andere oder möchten etwas erzählen. Bettlägerige Bewohner bekommen dementsprechend mehr Zuwendung, da sie nicht an den Gruppenaktivitäten teilnehmen können. Auch Bewohner, die neu eingezogen sind, betreuen wir in den ersten Wochen besonders intensiv, damit sie sich gut einleben.

Zwischendurch und vor allem am späteren Nachmittag widme ich mich dem Organisatorischen. Ich telefoniere mit Partnern zu neuen Veranstaltungen und Ausflügen und bereite meine nächsten Tage vor.

Sie sehen, es geht ganz viel um die einzelnen Menschen, ihren Charakter, ihre Vorlieben und auch die Tag für Tag verschiedenen Launen und Bedürfnisse. Dazu gehört viel Flexibilität und Einfühlungsvermögen. Natürlich muss ich irgendwo meinen Arbeitsplan einhalten, aber ich versuche, jedem genau das von mir zu geben, was er oder sie gerade braucht. Zugegeben, manchmal fehlt mir dann die Zeit für eine richtige Mittagspause, aber die hole ich am nächsten Tag nach.

Worauf freuen Sie sich, wenn Sie zur Arbeit kommen?

Auf die Kollegen. Wir sind ein total eingespieltes Team, in dem jeder seine Stärken einbringt. Und ich freue mich auf meine Senioren. Wie ist Frau A. heute gelaunt? Hat Herr F. Fortschritte beim Gehen gemacht? Schwärmt Frau K. noch immer so vom Besuch der Enkelin? Es ist die Abwechslung, die mich jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit bringt. Wir sorgen ja für ein ziemlich buntes Programm. Bei speziellen Veranstaltungen freue ich mich dann so, wenn es die Bewohner gut aufnehmen. Oft werde ich dann gefragt: Wann machen wir das nochmal? Das zeigt mir, dass wir hier einiges richtig machen.

Welchen Tipp geben Sie Bewerbern und Berufsinteressenten mit auf den Weg?

Offen und neugierig sein. Und vor allem: sich auf Menschen, ihre Vorlieben und manchmal auf Eigenarten einlassen. Machen Sie Praktika und finden sie heraus, welcher Bereich in Pflege und Betreuung Sie besonders anspricht.

Frau Plieth, vielen Dank für die Antworten!

Nächste Woche: Birgit König, Leitung der Verwaltung in der Seniorenresidenz am Straussee, die fast genauso lang in der Einrichtung wirkt wie Karla Plieth.