Ginkgo-Blatt, das Zeichen der ProCurand Unternehmensgruppe
Kugelschreiberausstellung bei ProCurand in Strausberg
Foto: ProCurand

Kuriose Kugelschreiberausstellung in Strausberg

In der Seniorenresidenz Am Straussee (Strausberg) konnten die Bewohner und Mieter im März eine ganz besondere Ausstellung bewundern. Die Bewohnerin Ursula Ebert präsentierte ihre Sammlung von 1.284 (!) Kugelschreibern – Tendenz steigend. Auch ProCurand Kugelschreiber sind dabei. Wie es zu der umfangreichen Sammlung kam, erzählt sie selbst:

„Alles begann mit der Wende 1990. Der Betrieb, in dem ich seit 25 Jahren Buchhalterin war, wurde von einem westdeutschen Großunternehmen aufgekauft. Der neue Chef ‚schenkte‘ mir einen Kugelschreiber mit dem neuen Logo. Wir waren jetzt nicht mehr der volkseigene Betrieb, der Schneepflüge produzierte oder Reparaturen am geliebten Auto Trabant durchführte, sondern wir fertigten für den Stuttgarter Betrieb Zulieferungen für deren Produktion. Wie bei vielen ostdeutschen Betrieben wurden nach und nach viele Mitarbeiter entlassen, so dass bald keiner der alten Kollegen mehr da war.

Aber ich will ja von meinem Hobby sprechen. Der Kugelschreiber, den mir der neue Chef schenkte, war kein besonders schöner, sondern einfach ein ganz normales Exemplar. Aber immerhin legte er den Grundstein für meine jetzt schon recht umfangreiche Sammlung. Der Bestand ist auf stolze 1.284 Stück gewachsen. Mit den Jahren veränderten sich auch die Formen und Farben. Sie wurden immer ideenreicher, schöner und interessanter. So habe ich in meiner Sammlung einen Joint aus Amsterdam, eine Möhre aus Holland, ein Damenbein aus Paris, ein boxendes Pferd aus Australien, eine Nofretete aus Ägypten, einen King-Kong mit dem Empire State Building, einen Kugelschreiber mit der Beschriftung ‚Stalingrad – Heldenstadt‘ und so weiter.

Ein Kugelschreiber, der für mich besonders wertvoll ist, ist ein Knochen aus den Pariser Katakomben, in den mehrere kleine und große Totenköpfe geschnitzt sind. Meine älteste Tochter, die häufig dienstlich im Ausland ist, ist meine treueste Lieferantin. Jedes Mal bringt sie mir eine Rarität aus dem jeweiligen Land mit. So finden sich in meiner Sammlung Kugelschreiber aus Indien, USA, Australien, Palästina, Südafrika, Belgien, Frankreich, Österreich, Griechenland, Kuba, Tunesien, Ungarn, Jerusalem, Ägypten, Schweiz, Türkei, Spanien, Norwegen, Kasachstan. Aber auch Kugelschreiber der Gewerkschaften, Parteien (außer der AfD, darauf lege ich keinen Wert), von Bundestag und Bundesrat, Bundeswehr und so weiter sind in meiner Sammlung.

Etwas möchte ich aber noch hinzufügen. Ich kenne alle meine Kugelschreiber. Es befindet sich kein Doppelter in meiner Sammlung. Alles sind Einzelstücke. Ich habe an jedem meiner Kugelschreiber große Freude. Und noch etwas: ich habe keinen der vielen Kugelschreiber selbst gekauft. Sie sind wirklich alle gesammelt, geschenkt oder erbettelt.“

Die Ausstellung macht den Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe in Strausberg, bei der Bewohner ihre Hobbys vorstellen. So ist eine Ausstellung zu Puppen aktuell in Planung.